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Unter einer '''Folie''' wird heute meist ein sehr dünnes Metall- oder Kunststoffblatt verstanden.

Das Wort ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und wurde aus dem mittellateinischen ''folia'' (?Metallblättchen?) entlehnt, welches auf das lateinische ''folium'' (?Blatt?) zurückgeht.<ref name="Kluge">Satz nach ''Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache'', 24. Auflage, 2002, Lemma ''Folie''.</ref> Zunächst waren damit Metallblättchen gemeint, die als Unterlage von Edelsteinen deren Glanz betonen sollten.<ref name="Kluge" /> Später folgte eine Verallgemeinerung zu ?(sehr dünnes Material als) Grundlage, Hintergrund?.<ref name="Kluge" />

Als ein Ersatzwort für ?Hintergrund? wird Folie der gehobenen Sprache zugeordnet.<ref name="Mackensen">Satz nach ''Mackensen - Großes Deutsches Wörterbuch'', 1977, Lemma ''Foli.e''.</ref> Wenn es gilt, einer Person oder Sache gedanklich ?als Folie zu dienen?, um diese besser herauszuarbeiten oder abzugrenzen, finden sich mitunter Wendungen wie beispielsweise ?... vor der Folie des/der ...?. In der Philologie, insbesondere in der Editionspraxis, sind Folien die vom Verfasser eines Texts als bekannt vorausgesetzten, meist zeitgenössischen, Werke. Um einen Text korrekt zu interpretieren und zu edieren, ist es oft notwendig festzustellen, auf welche Folien er sich bezieht.

Folienarten

Einzelnachweise und Fußnoten